Kultur und Land: Blick ins Thurgau - ein Blick zu Freunden

Auf die Gäste des Panoramarestaurants und der Bio-Käserei Berghof ob Ganterschwil wartet ein zauberhafter Blick Richtung Thurgau. Die Gastgeber, Vreni und Melch Schoch sind engagierte Jungunternehmer mit viel Sinn für Kreativität und Innovation. Ihr unternehmerischer Mut, ihre Fachkompetenz und Qualität werden zunehmend belohnt. Mit Thurgau Tourismus beteiligten sie sich erfolgreich an der «Arena Ostschweiz» in Luzern und Stuttgart.

Die Freundlichkeit auf dem Berghof beginnt eigentlich mit der schwanz-wedelnden Begrüssung von Hofhund «Blitz», dem Appenzellermischling. Kaum im Gasthaus staunen wir über die herrliche Aussicht.

Eine traumhafte Kulisse!

«Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen», meinte Melch Schoch als wir uns zuerst setzen wollten, um das weitere Vorgehen der Reportage zu besprechen. Draussen auf der Sonnenterrasse wartete schon der geschmückte Apéro-Tisch, unsere Plattform für eine sonnendurchflutete Fotosession mit Vreni und Melch Schoch.

Die Fröhlichkeit des Paares wirkte bei unserem Besuch ansteckend, sie sind fotogen und natürlich. Immer wieder überraschten sie uns mit Neuheiten und Ideen. Jedenfalls staunten wir, wie die Zeit beim intensiven Beisammensein im Nu verflog. In sechs Stunden haben sie uns in ihr unternehmerisches Abenteuer, in ihre köstliche Käsewelt, in ihre genialen Zukunftspläne und die faszinierende Umwelt eingeführt.

Lebenlanges Lernen

«Eine unserer Spezialitäten ist das Berghof-Fondue», informierte uns Vreni Schoch. Wer kann da widerstehen? Melch kam zum Tisch und berichtete aus seinem Leben.

Melch Schoch kam am 4. Juni 1976 als zweites Kind von Konrad und Vreni Schoch-Schmid in Oberhelfenschwil auf die Welt. Er besuchte dort die Primarschule und in Necker im Oberstufenzentrum die Realschule. Die Lehre als Landwirt absolvierte er in Urnäsch und in Heiden. Nach der Jahresschule als Landwirt in Flawil entschied er sich für die Zusatzausbildung als Käser in der Appenzellerkäserei in St. Peterzell.

In der Trachtengruppe tanzte Melch im Theaterstück «De Grossvater wot hürote» und spielte den Vater oder den «Theophil, de blödsinnig Brüeder». Hier lernten sich Melch und Vreni kennen.

Vreni Schoch erblickte am 9. August 1977 als Tochter von Jakob und Marta Meier-Solenthaler in Hundwil das Licht der Welt. Vreni besuchte die Volksschule in Urnäsch und Hundwil, dann die Haushaltungslehre in Engelburg. Als «Allrounderin» wirkte sie in der Bäckerei Mühle in Hundwil, mal im Laden, dann in der Backstube, im Restaurant, in der Küche und im Haushalt. Viele dieser Erfahrungen kommen ihr heute im eigenen Betriebe zu gute.

Der Start ins Unternehmertum war hart

Während Melch die Rekrutenschule als Infanterie-Train in St. Luziensteig absolvierte, fand Vreni eine neue Herausforderung in Wildhaus im Hotel-Restaurant Schönau.

Kaum zurück aus der RS rief ein neue, attraktive Aufgabe, die sie gemeinsam erleben wollten. In Thörigen BE nahm Vreni die Stelle als Serviceangestellte beim berühmten Gault Millau-Koch Nik Gygax an. Melch fand bei der Käserei Vehfreude einen neuen Job. Nach der Erzählung von Jeremias Gotthelf wurde in dieser Lokalität im Jahr 1958 der alte Schweizer Spielfilm «Die Käserei in der Vehfreude» gedreht. Nach fünf Jahren im Bernbiet zog es das Paar wieder zurück in die Ostschweiz. Sie fühlten sich reif, selber ein Betrieb zu übernehmen. Die Ereignisse überschlugen sich: Melch schloss seinen Lehrmeisterkurs als Käser ab, am 27. April 2002 wurde geheiratet und am 1. Mai 2002 konnten sie das Panoramarestaurant und die Käserei Berghof übernehmen. «Der Start war hart, aber der Einsatz hat sich gelohnt. Wir können im Berghof unsere Ideen verwirklichen und die Gäste wissen dies zu schätzen», sagte Vreni Schoch, die am 9. August Wiegenfest feierte.

Die Käserei produziert über 40 Käsesorten und für Gesundheitsbewusste gibt es ein herrliches Molkenbad unter freiem Himmel. Aus dem Schweinestall ist seit Mai 2008 eine heimelige Degustationshalle entstanden. Geschickt pflegen Schochs die Kontakte zu Freunden im Thurgau. Beim Mausacker Biohof von Hans und Silvia Oppikofer werden die Berghof-Biokäsesorten angeboten, im Gegengeschäft werden im Berghof die Säfte von Oppikofers ausgeschenkt. Auch das Geschäft «Natürli» in Arbon bezieht Biokäse vom Berghof. Der Berghof-Käse aus dem Toggenburg als eine Art Visitenkarte im Thurgau!

Berghof AG